Bericht von der Demo „Sichere Gebiete in Afghanistan?“

Am vergangenen Samstag fand in Schwerin erneut eine Demonstration statt: „Sichere Gebiete in Afghanistan?“ fragten etwa 300 Demonstrant*innen aus ganz MV die politisch Verantwortlichen. Denn klar ist: Jede Abschiebung nach Afghanistan kann den Tod bedeuten.

Das Netzwerk >Afghanistan – Nicht sicher!< und viele andere forderten deshalb: Abschiebungen nach Afghanistan stoppen! Bleiberecht für alle Afghaninnen und Afghanen!

Aus ganz MV kamen Busse, insgesamt etwa 300 Menschen, nach Schwerin. Die rege Teilnahme von Asylsuchenden und ihren Unterstützer_innen zeigt uns: Es gibt Bewegung. Es gibt Menschen, für die die Menschenrechte noch Bedeutung haben.

„Angela Merkel, Thomas de Maizere, Lorenz Caffier und Erwin Sellering stehen für eine Politik, die Menschen systematisch ihre grundlegendsten Rechte entzieht: Ihre Rechte auf ein Leben in Würde, auf körperliche Unversehrtheit, Persönlichkeitsrechte. Wir erwarten mehr von Christ- und Sozialdemokraten! Wir erwarten, dass gerade in Zeiten, in denen der Rechtspopulismus immer mehr Aufwind erlebt, die Regierungsparteien authentisch demokratische Werte vertreten. “, so erklärte eine Unterstützerin in einem Redebeitrag die politische Lage.

Symbolisch wurde ein Reisegutschein und eine splittersichere Weste an „Lorenz Caffier“ übergeben, um die Widersprüche deutlich zu machen, in denen sich die Argumentation der Bundesregierung bewegt: Während für deutsche Afghanistan-BesucherInnen Reisewarnungen bestehen, ist das Leben dort für die AfghanInnen „sicher genug“.

Ein junger Afghane schrieb im Vorfeld zu der Demonstration: „Wir sind die Generation der Kriegsmüden und Diskriminierten. Wir protestieren für unsere Zukunft! Für uns Flüchtlinge aus Afghanistan ist die Abschiebung wie Mord! Unsere Flucht nach Deutschland geschah auf Kosten unseres Lebens. Wir haben keine Zukunft in Afghanistan! Wir sind müde vom Krieg und wir wollen hier in Sicherheit leben! Wir wollen die Generation der Zukunft sein!“

Das Netzwerk >Afghanistan – Nicht sicher!< fordert weiterhin von der Landesregierung:

  • Stoppt die irrsinnigen Abschiebungen!
  • Bleiberecht für alle Afghaninnen und Afghanen!
  • Schafft Möglichkeiten für Deutsch-Kurse, Schul- und Ausbildung! Bietet Perspektiven!

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